"la comuna paradoxa de la schnitteria..."

here i am
darkest night is masking the cold
that embraces me can't you see
truth means fear your lying breath
never will resist alone i sit here waiting
watching the world in it's agony
because i have seen my future
my crying face no cure i'm longing for
and no healer heals the evil
i sought truth for you condemned to fail
for you, for you i'm bleeding
and every new dawn ends in bitterness ...
for you, for you i'm bleeding......



*~ Intro ~*
*~ Die Treppe ~*
*~ Hintergrund? ~*
*~ Seelenklänge ~*
*~ Taumelnde Worte ~*
*~ Sturz und Höhenflug ~*
*~ Metamorphose - Labor ~*

"...break the silence..."

warum ist eine gute frage.
mit oftmals gar keiner oder mehreren antworten. da mir gerade langweilig ist und es wieder einmal früh/ spät ist, werde ich hier das blabla nachholen, das ich gestern bereits gefrustet geschrieben hatte, myblog dann jedoch schluckte. wofür ich es wieder mal foltern hätte können. egal.

lebenslauf, seelenwanderung- einblicke in den roten regen.
warum... braucht es immer ein warum? nein. und doch gibts überall irgendwo einen auslöser.
ich wurde weder sexuell misshandelt noch körperlich übermäßig geprügelt oder könnte mich sonstwie in irgendwelche der ausgelutschten leidensgeschichten einreihen, die diese vollgekotzte kloschüssel namens welt so zu bieten hätte. gehöre wohl eher in die kategorie goldener käfig- zwar alles äußere da, aber innen nichts drin. soll heißen, materiell gabs keine mängel, in anderen bereichen jedoch ein großes loch oder eher tritte.

stimmungsschwankung ist das zauberwort. riesensprünge zwischen himmelhoch jauchzend und zu tode betrübt, zwischen deprimierter und frustrierter melancholie und einem glückstrunkenen oder sehnsüchtigen mir-zerspringt-gleich-das-herz gefühl. ein gewaltiger innerer druck, als könnte es einen im nächsten moment schlicht und ergreifend von innen heraus zerreißen.
in einer ziemlich zerrüttelten zeit vor der matura gab es diese sprünge in einer beinah berechenbaren regelmäßigkeit mehrmals am tag. irgendwann war der innere druck so unerträglich, dass ich fasziniert feststellte, wie erleichternd eine schere sein kann, wenn man sie am eigenen arm anwendet.

damals war ich allerdings noch "schlau". lass es, sagte ich mir bei der nächsten versuchung. lass es einfach bleiben, du kennst doch deine tendenzen und das suchtpotential zu extremen. lass es... denn DAS wird garantiert ne sucht.
und ich ließ es bleiben.

für lange, lange zeit.
nach dem schulabschluss ein jahr "pause". zum einen war die zeit wegen des langen urlaubes zu knapp, um sich noch um wohnung in wien und uni zu kümmern, zum anderen war ich dank meines vaters sowieso stark am zweifeln, ob das mit dem studium so klug sein würde. er war überhaupt nicht mit der studienrichtung einverstanden, also bedachte ich, den alten traum aufzugeben. vielleicht würde sich ja noch was anderes ergeben. guter witz...
immerhin, ich machte in der zeit den führerschein. jobbte nach elendslangem krieg mit muttern, der es es einfach nicht in den schädel ging (und immer noch nicht geht), dass man halt nicht von einem tag auf den anderen ne arbeit bekommt.

dann, in den herbst hinein, wohnungssuche in einer fremden stadt, 200km weit weg. war nicht einfach, aber dank führerschein und neuem auto möglich. und es kam zur gelungenen gründung einer zweier-wg mit einer fremden durch ein inserat.
die wohnung war spitze, und ich hatte es endlich geschafft. fort, ausgezogen aus der elterlichen bude. musste allerdings rasch feststellen, dass 200km keine echte entfernung sind.
wie auch immer. die stimmungsschwankungen hielten sich in grenzen. ich hatte ziele und sogar noch so etwas wie selbstdisziplin. durchlebte eine extreme phase des körperbewusstseins mit riesenspaß an kocherei mit genau abgezählten kalorien und um sechs uhr morgens aufstehen, um noch eine kleine trainingsrunde vor der uni zu absolvieren. wie so vieles andere zog sich auch diese sache ins extrem. das tagespensum lag bei 600-800 kcal pro tag, also doch ein gutes stück unter dem grundumsatz, den der körper in ruheposition in meinem alter braucht. ein fastentag pro woche.
ich zog es monate lang durch. die einzigen probleme gab es an den wochenende, wenn ich nach haus gefahren war und meine mutter mich bekochte. und das überhaupt nicht in den plan passte. noch schlimmer wurde es, als es mit den stimmungszuständen mehr und mehr bergab ging, die kalorienplanung brach und die enttäuschung überhand nahm. ich versuchte, das überschüssige futter dezent wieder aus dem magen zu befördern und einfach alles wieder aus mir heraus zu kotzen. leider ging es nicht, bei aller übelkeit. wäre brechmittel im haus gewesen, ich hätts genutzt.
vielleicht sollte ich sagen... zum glück. sonst hätte ich vermutlich noch eine hübsche essstörung am hals.

die wg brach, da die andere hälfte auszog. musste mir eine neue wohnung suchen und beschloss, nie wieder mit jemandem zusammen zu ziehen. hatte sogar glück und fand sehr schnell eine billige garconniere. auch altbau, herrlich.

und dieses zimmer, diese wohnung, wurde schauplatz der ekstatischen tänze, des roten regens. denn besser wurde es nun nicht mehr mit diesen stimmungen. in einer zeit tagelanger tränen huschten die gedanken schließlich zu der kleinen schachtel. der schachtel, in der sich die kleine uni- laborausrüstung befand. skalpelle, rasierklingen, objektträger, pipetten etc, etc.
so fiel bei kerzenschein, mit unchained melody im hintergrund und unter erleichterter faszination das blut auf die parketten.
damals gab es noch richtig "heiße" zeiten, in denen es jeden tag oder mehrmals am tag sein musste, dieses gefühl. "damals" war ja auch noch reichlich platz, soviel unberührte haut. manchmal gab es größere erzwungene pausen durch besuche in deutschland oder zuhause beim muttertier. einbrüche in die blutlust, ob gut oder schlecht, sei dahin gestellt.
nach der größten pause im sommer/ herbst 2004 sind die blutdürstigen anfälle weniger geworden. manchmal hält es mich zurück. liegt vermutlich an den gelegentlichen einstellungsschwankungen, in denen mich diese ganzen selbstverletztenden geschichten, das blöde rumgemache an den ach so tollen wunden... diese ganze schwäche einfach nur aggressiv macht. und das in einer ungeahnten intensität, wie ich zorn noch nie verspürt habe.
diese schübe tauchen allerdings nicht allzu oft auf. irgendwann kommen die einbrüche immer wieder. ein jedes mal ist es eine gefällige rückkehr.

dieser raum hatte stil mit seinen hohen wänden, den großen fenstern, den zum teil leicht knarzenden parketten... dem typischen geruch. mein revier. nun ist es nicht mehr, wieder bin ich umgezogen. auch das neue revier hat bereits blut geschmeckt, doch ist der platz hier geringer, somit auch die bewegungsfreiheit.

das macht gelegentlich etwas wütend, doch wut ist kein grund, kein anlass zur schnippelei. nicht für mich.
anlässe sind tiefste melancholie. oder unerträgliche euphorie-zustände. diese ungebändigte freude, die so stark ist, dass sie schmerzt. das gefühl, von innen heraus zerspringen zu müssen. und diesem schmerz muss abgeholfen werden.

trauerschnitte, freudenschnitte.
das ist der rote regen, meine rote seite.
bloodrain.



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